Diese Faktoren bestimmen den Score
Am stärksten zählt die Zahlungshistorie: Pünktlich beglichene Rechnungen und Raten wirken positiv, Mahnverfahren und Inkassofälle ziehen den Wert deutlich nach unten. Wichtig sind außerdem die Auslastung vorhandener Kreditlinien, die Dauer der Kontobeziehung sowie die Anzahl und Art Ihrer Konten und Karten.
Ab Ende März 2026 lässt sich im digitalen SCHUFA-Account nachvollziehen, welche Faktoren den eigenen Score gerade beeinflussen. Wie sich diese Daten prüfen und richtig deuten lassen, hat Stiftung Warentest ausführlich aufbereitet.
Erster Schritt: die kostenlose Datenkopie prüfen
Bevor Sie etwas ändern, sollten Sie wissen, was über Sie gespeichert ist. Die Datenkopie nach Artikel 15 DSGVO ist kostenlos und kann mehrmals im Jahr angefordert werden.
Erfahrungsgemäß finden sich dort häufiger veraltete oder schlicht falsche Einträge, als viele erwarten. Solche Einträge lassen sich korrigieren oder löschen. Schon das allein kann den Score spürbar heben, ohne dass Sie Ihr Zahlungsverhalten ändern.
Pünktlich zahlen und Konten aufräumen
Der wirksamste Hebel bleibt die Pünktlichkeit. Richten Sie Daueraufträge oder Erinnerungen ein, damit keine Fälligkeit durchrutscht.
Reduzieren Sie zugleich die Zahl ungenutzter Kreditkarten und Konten, denn viele offene Linien wirken ungünstig. Einen dauerhaft ausgereizten Dispokredit sollten Sie nach Möglichkeit zurückführen, da eine hohe Auslastung negativ ins Gewicht fällt.
Wie lange Einträge gespeichert bleiben
Negative Einträge verschwinden nicht sofort. Erledigte Forderungen werden in der Regel drei Jahre nach ihrer Begleichung gelöscht, eine einzelne Kreditanfrage bleibt für andere nur kurz sichtbar. Geduld gehört also dazu, denn der Score erholt sich mit dem zeitlichen Abstand zu den belastenden Einträgen.
Kreditanfrage und Konditionsanfrage trennen
Ein verbreiteter Fehler sind viele Kreditanfragen in kurzer Zeit, weil sie auf Engpässe hindeuten. Nutzen Sie beim Vergleichen stets die schufaneutrale Konditionsanfrage statt einer echten Kreditanfrage. Welche Unterlagen Banken ohnehin sehen wollen, zeigt der Beitrag dazu, worauf sie bei den Kontoauszügen achten.
Hartnäckige Irrtümer rund um den Score
Ein verbreiteter Irrtum ist, dass es einen einzigen festen Schufa-Wert gibt. Tatsächlich berechnen Auskunfteien je nach Branche unterschiedliche Scores, etwa für Banken, den Handel oder die Telekommunikation. Ebenso hält sich der Glaube, ein Kontowechsel schade grundsätzlich. Solange Sie alte Konten ordentlich auflösen und Rechnungen weiter pünktlich zahlen, ist das nicht der Fall. Wer solche Mythen kennt, trifft bei der Bonität ruhigere Entscheidungen.
Bezahlen, solange der Score sich erholt
Bis sich ein Score erholt, vergehen oft Monate. In dieser Zeit helfen Zahlungswege, die gar nicht erst geprüft werden. Schufaneutrale Zahlungsdienste wie Skrill arbeiten rein auf Guthabenbasis und belasten den Score nicht, während Sie parallel an Ihrer Bonität arbeiten.