Was ist Skrill und wie funktioniert das Wallet?
Skrill gehört zur Paysafe-Gruppe und ist seit 2001 am Markt, anfangs unter dem Namen Moneybookers. Das Prinzip ist einfach: Sie laden Ihr Wallet per Überweisung, Kreditkarte oder Sofortzahlung auf und zahlen anschließend direkt aus diesem Guthaben. Das eigentliche Bankkonto bleibt dabei im Hintergrund, der Empfänger sieht nur Ihre E-Mail-Adresse.
In der Praxis genügt für die meisten Zahlungen eine einmalige Aufladung, danach läuft alles über das Guthaben. Wer das Wallet per Überweisung füllt, sollte die Konditionen des eigenen Kontos kennen. Ein Vergleich der Banken zeigt, wo Überweisungen schnell und ohne Zusatzkosten ausgeführt werden.
Wo Skrill akzeptiert wird
Verbreitet ist das Wallet vor allem dort, wo es auf Tempo ankommt: bei Online-Händlern, bei Broker- und Trading-Plattformen sowie bei diversen Zahlungsdiensten. Beträge werden in der Regel sofort gutgeschrieben, was Skrill als Alternative zur klassischen Überweisung interessant macht.
Eine Randrolle spielt der Dienst im regulierten Glücksspiel. Wer dort zahlen möchte, findet in einer Übersicht der Anbieter, die Skrill in Online-Spielotheken unterstützen, einen schnellen Einstieg. Nutzbar ist das Wallet hier allerdings nur bei Betreibern mit GGL-Lizenz und OASIS-Anschluss, und das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro gilt anbieterübergreifend.
Beim Auszahlen aufs Bankkonto zeigt sich der Tempovorteil deutlich: Während eine klassische Überweisung mehrere Werktage braucht, ist ein über Skrill ausgezahlter Betrag meist binnen 1 bis 24 Stunden verfügbar.
Welche Gebühren fallen bei Skrill an?
Die Aufladung des Wallets kostet im Euroraum rund 1 Prozent, außerhalb bis zu 2,5 Prozent des Betrags. Zahlungen an Händler innerhalb der EU sind für Nutzer in der Regel kostenlos. Für die Auszahlung auf das Bankkonto fällt eine pauschale Gebühr von etwa 5,50 Euro an.
Ins Gewicht fällt vor allem die Währungsumrechnung: Skrill rechnet einen Aufschlag von rund 3,99 Prozent auf den Wechselkurs auf. Wer im Euroraum bleibt, zahlt also kaum Gebühren, bei Fremdwährungen summiert sich der Aufschlag schnell. Nach längerer Nichtnutzung kommt eine monatliche Inaktivitätsgebühr hinzu. Die jeweils aktuellen Sätze veröffentlicht der Anbieter in seiner offiziellen Gebührenübersicht.
App, Prepaid-Mastercard und Alltagstauglichkeit
Neben dem Wallet im Browser gibt es eine App für Android und iOS, über die sich Guthaben prüfen und Zahlungen freigeben lassen. Wer das Guthaben auch offline nutzen möchte, kann eine Skrill Prepaid-Mastercard beantragen und damit im Handel zahlen oder Geld am Automaten abheben.
Im Alltag fällt dabei ein Detail auf, das viele übersehen: Die Bargeldabhebung am Automaten kostet rund 1,80 Euro pro Vorgang, und bei Kartenzahlungen in fremder Währung greift erneut der Umrechnungsaufschlag. Für reine Online-Zahlungen im Euroraum bleibt die Karte dagegen eine bequeme Ergänzung.
Ist Skrill sicher?
Skrill wird von der britischen Finanzaufsicht FCA als E-Geld-Institut beaufsichtigt, Kundengelder werden getrennt vom Firmenvermögen verwahrt. Der Login lässt sich per Zwei-Faktor-Authentifizierung absichern, Transaktionen laufen verschlüsselt. Damit zählt der Dienst zu den etablierten und seriösen Anbietern im Markt.
Auffällig in den Erfahrungsberichten: Bei größeren Auszahlungen verlangt Skrill mitunter zusätzliche Nachweise zur Herkunft des Geldes. Das ist regulatorisch korrekt, kann den Prozess aber um ein bis zwei Tage verzögern. Wer das einplant, erlebt selten böse Überraschungen.
Konto einrichten und verifizieren: so lange dauert es
Die Registrierung erfolgt per E-Mail-Adresse und dauert nur wenige Minuten. Für den vollen Funktionsumfang ist anschließend eine Identitätsprüfung nötig, bei der ein Ausweisdokument und ein Adressnachweis hochgeladen werden. Erst danach werden die Limits für Ein- und Auszahlungen vollständig freigeschaltet.
Die Verifizierung selbst geht meist zügig: In vielen Fällen ist das Konto innerhalb weniger Stunden geprüft, gelegentlich sogar in Minuten. Wer parallel einen Kredit plant, sollte ohnehin wissen, worauf Banken bei den Kontoauszügen achten, denn dort tauchen auch Wallet-Transaktionen auf.
Für schnelle Zahlungen im Euroraum ist Skrill solide aufgestellt. Wer dagegen häufig in Fremdwährungen zahlt oder oft auf das Bankkonto auszahlt, sollte die Aufschläge vorab gegenrechnen.